Die Geschichte des Burgbaus

 

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Inhalt:

Der Name "Burg"

Wie entstanden die Burgen?

Wo war der richtige Platz?

Wer erteilte die Baugenehmigung?

Wer plante, und wie sah der Bauplan aus?

Wer arbeitete am Bau mit?

Frondienste

Hand- und Spanndienste

Wie wurden Mauern und Türme hochgezogen?

Wie baute man die Brustwehr?

Wie zog man die Böden ein?

Wie baute man das Dach?

Wie wurde die Burg mit Wasser versorgt?

 

 

 

 

 

 

Der Name „Burg“, woher stammt er eigentlich?

 

In fast allen Sprachen, die mit der unseren verwandt sind, klingt das Wort für einen befestigten Platz, in dem sich Menschen „geborgen“ fühlen, recht ähnlich.

Sogar mit dem indischen „pura“ und dem altgriechischen „pyrgos“ ist der Stamm unseres Wortes „Burg“ verwandt.

Spätestens ab dem 10. Jahrhundert hieß ein befestigter Rittersitz so. Vermutlich deshalb, weil die wichtigste Vorform der mittelalterlichen Burgen, ein gut befestigter Wachturm, von den Römern als „burgus“ bezeichnet wurde.

 

 

 

Wann entstanden die Burgen?

 

Die meisten Burgen wie wir sie heute noch zum Teil kennen, entstanden zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert als Fürsten fast ständig miteinander Krieg führten. In diesen Jahrhunderten entstanden in ganz Europa und im Nahen Osten Burgen. Internationale Kriege, besonders die Kreuzzüge, beschleunigten diesen Prozess.

 

Doch ihre Geschichte reicht viel weiter zurück als man denken mag. Die älteste Befestigung die mir (dem Schreiber dieser Texte) bekannt ist, wurde bereits 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung auf einem Hügel oberhalb eines Flusses angelegt. Man könnte es wohl als eine Art Fliehburg benennen, in welche die Menschen dieser Zeit sich bei Gefahren zurückziehen konnten. Doch darf man dieses Rückzugsgebiet keinesfalls mit den später erbauten Burgen verwechseln. Zu meist waren diese „Fliehburgen“ nicht viel mehr als eine Ansammlung aufgeschütteter Haufen von Steinen die, meist ringförmig, den Menschen nur geringfügigen Schutz boten. Oftmals waren auch nur Schneisen in dicht gewachsene Dornenstrauchwälder geschlagen worden, zwischen denen man sich dann verkriechen konnte. Jedoch mussten die Menschen hier strikte Ruhe einhalten, damit sie sich nicht an den Feind verrieten. Ein schmaler Pfad, wenn möglich mit einigen Windungen, ermöglichte es den Insassen, den Zugang wirkungsvoll zu verteidigen.

 

Die ersten Burgen waren aus Holz gebaut uns sahen gar nicht so mächtig aus. Am weitesten verbreitet war die "Motte". Der früheste bekannte „Burgen“-Bau entstand dann in Frankreich anno 950 in Doué la Fontaine in der Provinz Anjou. Es war ein einfacher Holzturm, umringt von einem Graben und von Palisaden geschützt. Zu Beginn standen diese Bauwerke nur auf flachen Hügeln, aber mit den Jahren fand man heraus, dass man von weiter oben eine bessere Übersicht hatte. Zunächst nutzte man die natürlichen Aufwerfungen (Hügel) des Landes aus, doch bald schon wurden die „Motten“ wie man sie nun nannte, auf eigens für sie aufgeschütteten Hügeln erbaut. Am Fuße der Motte stand meist eine Art Wehrdorf, die Vorburg, die ebenfalls durch eine Palisade geschützt war und von der aus eine Treppe in die höher gelegene Burg führte. Hügel und Dorf wurden manchmal noch durch einen künstlich angelegten Wassergraben befestigt. 

 

 

 

 

  

Diese Bauweise wurde bis kurz vor Ende des 11. Jahrhunderts in weiten Teilen Westeuropas praktiziert. Um 1100 herum kam man immer mehr dazu überein, dass aus Stein gebaute Wehranlagen sicherer seien.

Steinerne Bergfriede wurden zur Hauptbefestigungsanlage einer Burg.

 

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Wie wurde der richtige Platz für eine Burg ausgesucht?

 

Weil Burgen vor allem der Abwehr von Angriffen diente, hielten die Bauherrn nach einem Gelände Ausschau, das möglichst viel natürlichen Schutz bot. Lebenswichtig bei der Auswahl des Platzes war die Wasserversorgung. Eine tiefe Quelle, die in Dürrezeiten nicht versiegte und die von anderswo auch nicht zugänglich war, damit eine Belagerung überstanden werden konnte, war Voraussetzung. Außerdem musste man darauf achten, dass die Burg nicht zu weit von den umliegenden Gehöften und den Handelswegen lag.

 

Bevorzugte Bauplätze waren Hügel oder Bergkuppen, die möglichst steil nach allen Seiten abfielen. Der Vorteil solcher Höhen- und Gipfelburgen lag auf der Hand: Rammböcke und Belagerungstürme konnten, wenn überhaupt, nur unter größten Mühen nach oben geschafft werden. Außerdem konnte man sie von oben leichter mit Steinen oder Brandpfeilen beschießen. Allerdings gestaltete sich der Transport von Baumaterial äußerst mühsam. Oft mussten teure und schwierige Brückenkonstruktionen in Friedenszeiten Pferden und Wagen den Aufstieg erleichtern. Dieser Nachteil wurde ausgeglichen, wenn man eine so genannte Zungenburg baute. Hierfür benötigte man einen vorspringenden Felsplateau oder eine Flussschleife. Dadurch waren drei Seiten der Burg unzugänglich und die Vierte bot einen flachen, bequemen Zugang. Dieser wurde dann durch eine besonders stark gebauten Mauer mit einem Torhaus befestigt. 

 

 

Wer erteilte die Baugenehmigung?

 

War der erste Standort einer Burg gefunden, konnte der Burgherr nicht sofort mit dem Bau beginnen, sondern musste zunächst die Einwilligung seines Lehnsherrn einholen. Denn die Könige und Landesherren wussten aus bitterer Erfahrung, dass es sich in solch einer Burg nicht nur durch Ungarn, Sarazenen und Wikinger, sondern auch durch die eigenen Untertanen gut trotzen ließ. Deshalb gewährten sie den Burgbau nur denjenigen Vasallen, deren Loyalität sie sich sicher waren, und die einen guten Grund dafür nachweisen konnten. Dieser konnte in de Sicherung einer Grenze, einer wichtigen Handelsstrasse, oder eines Flussüberganges liegen, oder die Burg wurde zum Schutz eines Klosters oder einer Stadt benötigt.

 

 

   

 Doch zum Ende des Mittelalters hin betrachteten immer mehr Adelige den Grund und Boden, der ihnen als Lehen gegeben wurde, als ihr Eigentum, auf dem sie auch ohne Erlaubnis bauen konnten. Nicht selten gaben die Lehnsherren ihre Einwilligung dazu nachträglich.

 

Stimmte der Lehnsherr dem Bau der Burg zu, trat er damit zugleich das Recht des „Burgbanns“ ab. Das bedeutete für die Menschen die im Umkreis von mehreren Kilometer um die geplante Burg herum lebten, dass man sie nun zur Arbeit auf der Baustelle verpflichten konnte (Frondienste*), sie aber im Gegenzug bei einem drohenden Krieg, Schutz in den Mauern der Burg finden konnten.

 

*Frondienste:

Die abhängigen Bauern mussten ihrem Herrn nicht nur einen Teil ihrer Ernte abgaben, sondern auch körperliche Arbeiten unentgeltlich für ihn verrichten. Jeder half im Frühjahr auf den Feldern des Herrn bei der Heuernte und später bei der Getreideernte. Während eines Burgbaus nahmen diese Frondienste erheblich zu.

 

Hand- und Spanndienste:

Ein bis zwei Tage in der Woche, mussten auch Hand- und Spanndienste geleistet werden. Dies bedeutete, dass ein Bauer neben seiner Arbeitskraft auch sein Ochsen- oder Pferdegespann stellen musste. Immerhin war es an solchen Frontagen üblich, dass alle ein reichliches Abendessen bekamen und gelegentlich noch etwas Mehl oder Erbsbrei mit nach Hause nehmen durften.

 

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Wer plante die Burg und wie sah der Bauplan aus?

 

Als erstes, nahm der angehende Burgherr einen Baumeister in seine Dienste auf, der für die Planung und später für die Beaufsichtigung der Bauarbeiten zuständig war. Meist war dies ein erfahrener Meister, der nach einer langen Lehrzeit als Steinmetz oder Maurer bei mehreren Kirchen- oder Burgenbauten bei einem anderen Meister eine Fachausbildung erhalten hatte.

Die Namen solcher erfahrenen Meister wurden in Adelskreisen nur von Mund zu Mund weitergegeben.

 

Mit dem Bauherrn wurde besprochen wie die Burg aussehen sollte und welche Räumlichkeiten sich in der Burg befinden sollten. Nicht selten schlug der Baumeister Neuerungen der Bautechnik und der Gestaltung vor, wie sie zuweilen woanders bereits zu finden waren. War genügend Gold vorhanden, berechnete der Baumeister, wo die Burg auf dem vom Bauherrn gewünschten Platz am besten gebaut wurde, und wie viele Arbeiter für den Bau nötig waren. Um die enormen Baukosten tragen zu können musste der Ritter oft zu erhöhten Abgaben für seine Untergebenen auch noch Teile seines Besitzes verkaufen und Schulden machen.

Einen richtigen Plan mit Auf- und Grundriss wie man ihn von heutigen Architekten kennt, gab es damals nicht. Vielleicht ritzte der Baumeister eine Art Grundriss in eine Holztafel oder in ein Stück festgetrampelten Erdboden. Vor Baubeginn aber, wurde der Grundriss auf jeden Fall mittels Stöcken und Richtschnüren auf der Baufläche in den Boden gesteckt. Nur bei ganz schwierigen Bauabschnitten, zum Beispiel dem Bau eines Gewölbes für den Keller oder einer Kapelle, fertigte der Baumeister eine detaillierte Zeichnung an. Ansonsten verließ er sich weitestgehend auf seine Erfahrung.

Da er als einziger den Bauplan im Kopf hatte, war er als einziger auch unkündbar, und es war eine Katastrophe, wenn er während der Bauzeit, aus welchem Grunde auch immer, verstarb.

 

 

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Wer arbeitet am Bau einer Burg mit?

 

Die Jahre des Burgbaus waren für alle Bauernfamilien im Umkreis eine große Belastung, mussten sie doch hunderte von unentgeltlichen Arbeitsstunden leisten. Sie wurden für alle Arbeiten herangezogen, für die man keine Spezialisten benötigte. Dies begann mit dem Brechen der Steine im Steinbruch und dem Fällen der Bäume, aber auch das Roden des Landes auf dem die Burg stehen sollte, gehörte zu ihren Aufgaben. Mit ihren Ochsenkarren mussten sie Holz, Steine, Sand und Kalk zur Baustelle transportieren, und bei den Bauarbeiten gingen sie als Handlanger den Spezialisten zur Hand.

 

Zu den Handwerkern gehörten Steinmetze, Mauerer, Zimmerleute, Dachdecker, Schmiede und Klempner und andere. Neben freier Kost und Logis erhielten diese zudem noch einen guten Lohn für ihre Arbeit. War ein Bauwerk fertig, gingen die meisten von ihnen zur nächsten Baustelle weiter. Manche aber blieben an Ort und Stelle und hielten die Gebäude in Stand. Nicht selten geschah es, dass ein Handwerker in den oft langen Jahren seines Aufenthaltes auch eine Familie gründete, die von dem gezahlten Lohn gut leben konnte.

 

 

 

Wie wurden Mauern und Türme hochgezogen?

 

Die Mauern der Burg waren am Boden oft bis zu zwei Metern, die der Wohnhäuser sogar manchmal bis zu vier Meter dick. Nach oben nahm die Mauerstärke jedoch ab, da hier keine Rammböcke oder andere Mauerbrecher zu erwaten waren. Die Steinblöcke wurden zunächst von Lehrlingen mit Hammer und Meißel grob behauen.

Dann machten sich Geselle und Meister der Steinmetze in der von Wind und Regen geschützten Bauhütte an die Feinarbeiten und brachten die Blöcke in die gewünschte Form.

 

Besonders angesehen waren die Bildhauer unter ihnen, die Säulen, Rundbögen und gelegentlich kleinere Figuren für den Bau herstellten.

 

Damit die Mauern jedem Ansturm Stand hielten, benutzte man zu Binden der Steine Mörtel. Neben Wasser und Sand brauchte man dafür Zement. Man stellte ihn aus zerkleinertem Kalkstein her, der in Öfen gebrannt und dann zermahlen wurde. Noch besser als Kalkstein war Marmor, weshalb den Kalkbrennern so manch eine antike Statue zum Opfer fiel. Jeder Maurermeister besaß zu seinem Mörtel ein Geheimrezept, zu dem gelegentlich so merkwürdige Zutaten wie Kohlenstaub, Wein oder gar Buttermilch gehörten. Eine Mauer bestand aus drei Schichten.

 

 

Außen und innen wurden Quadersteine sorgfältig aneinander gefügt und gut gemörtelt. Den Zwischenraum füllte man mit Geröll, Bruchsteinen und Mörtel aus.

Türme waren besonders wichtige Teile der Verteidigungsanlage und wurden sorgfältig befestigt.

 

 

 

 

Jeder Turm enthielt drei Stockwerke die zumeist durch eine ins Mauerwerk eingelassene Wendeltreppe zu erreichen waren.

 

 

 

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Wie baute man die Brustwehr?

 

Wenn die Mauern und Türme über Mannshöhe hinaus wuchsen, brachten die Zimmerleute Baugerüste an. Diese bestanden aus senkrecht, waagerecht und diagonal verlaufenden Pfählen, die mit Seilen fest zusammengebunden waren. In Löcher, die im Mauerwerk extra frei gelassen wurden, stieß man nun Querbalken an denen man das Gerüst befestigte. Auf diesen Balken, die im Abstand von etwa zwei Metern gut einen halben Meter in der Höhe versetzt waren, nagelte man Bretter, so dass schräge, leicht nach oben führende Rampen entstanden. Darauf wurden Stein, Mörtel und andere Gegenstände hinaufgeschleppt oder auf einem angeseilten Schlitten hoch gezogen. Die so genannten Rüstbalkenlöcher sind noch heute an vielen Burgen und Ruinen zu finden.

Hatte die Mauer die gewünschte Höhe erreicht, wurde eine schmale Brustwehr gebaut. In ihr wechselten sich hohe und niedrige Teilstücke ab, zwischen denen zum Beispiel Bogenschützen bei einem Angriff hinunter schießen, oder Fußsoldaten mit Wurfgeschossen wie Steinen, nach den Angreifern werfen konnten. Diese nannte man auch Zinnen.

 

 

 

Wie zog man Böden ein?

 

Während des Mauerns legte der Baumeister die Höhe der Räume in den Türmen und in den mehrgeschossigen Wohnhäusern fest. In den Mauern wurden dafür Löcher frei gelassen, in welche man anschließend schwere Querbalken schieben konnte. Auf diesen wurden dann die Dachböden, oder die Bretter des nächsten Geschosses aufgelegt. Oft wurden statt Löcher in den Mauern auch einfach Steinquader quer statt längs eingemauert, so dass an der Innenseite der Mauer ein Vorsprung entstand, auf den dann die Tragbalken der Decke aufgelegt werden konnten.

 

 

Bei größeren Räumen reichte dies allerdings nicht aus. So mussten die Zimmerleute von unten her mächtige Holzpfeiler einsetzen, damit der Boden auch bei größerer Belastung nicht durchbrechen konnte. Jedes einzelne Werkstück wurde in einer Hütte neben der Baustelle vorgefertigt. Man legte die Bretter und Balken nebeneinander und passte sie den anderen an. Da es im Mittelalter nur wenige Eisennägel gab, deren Erwerb war zudem nicht ganz billig, bohrte man Löcher für Holzstifte in den Brettern vor, in die man dann Holznägel einschlagen konnte. Dies wurden aus besonders hartem Holz, meist dem Kernholz des Eichenbaumes gefertigt. Ein weiterer Grund dafür war, dass man das Eisen für Waffen und Rüstungen nötiger brauchte als zum bauen.

 

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Wie baute man die Dächer?

 

 

In der Anfangszeit waren die Dächer der Burggebäude wie die der Bauernhäuser mit Bündeln aus Stroh, Schilf oder Farnen gedeckt. Damit diese feuergefährdeten Dächer nicht so leicht in Brand geschossen werden konnten, fielen sie nach innen zum Burghof hin ab. Im späteren Mittelalter bevorzugte man Ziegeldächer. Wer es sich leisten konnte, und seinen Dachstuhl stark genug gebaut hatte, deckte ihn mit Bleiplatten. Diese wurden in einem Sandbett gegossen und anschließend "geklampft" das bedeutet, zusammengefügt. Der Dachklempner stellte auch die Bleirohre her, durch die das Regenwasser in eine Zisterne abgeleitet werden konnte

 

 

Die kleineren Gebäude in der Burg wurden im Fachwerkbau hergestellt. Die Zimmerleute fertigten dafür die waagerecht und senkrecht verlaufenden Holzbalken. Dazwischen wurde aus biegsamen Weidenruten ein Gitter geflochten. Maurergesellen vermengten dann Lehm, Stroh, Tierhaare und Mist, bewarfen das Geflecht mit dieser Mischung und strichen sie glatt.

 

 

 

Besonders schwierig war der Bau eines Gewölbes, der deshalb meist nur beim Bau der Kapelle vor kam. Zunächst musste ein Gerüst gebaut werden, das die Steine die man aufeinander zu mauerte, stützen konnte. Im Mittelpunkt fügte man dann den Schlussstein ein, der so behauen war, dass er fast fugenlos passte. War er gesetzt, hielt sich das Gewölbe von alleine und das Gerüst konnte abgebaut werden. Das gleiche Prinzip verwendete man bei runden Toreingängen und bei Kellergewölben.

 

 

Wie wurde die Burg mit Wasser versorgt?

 

Wasser wurde früher wie heute für alles Mögliche benötigt. Zum Trinken, waschen, spülen, putzen und für die Tiere. In fast allen Burgen war im Untergeschoss ein tiefer ummauerter Brunnen untergebracht, der von einer unterirdischen Quelle gespeist wurde, die nach Möglichkeit in trockenen Jahren nicht versiegte. Das Wasser musste dort mit Holzeimern an langen Seile oft mühsam nach oben gezogen werden.

Manchmal stand der lebenswichtige Brunnen mitten im Burghof, Dann lag er allerdings geschützt in einem hölzernen Brunnenhaus, oder hatte zumindest eine Überdachung oder eine Abdeckplatte, die das Wasser vor dem eindringen von Wurfgeschossen oder Unrat schützte. Manchmal leitete man das Wasser durch Rohre vom Dach in eine unter dem Dach liegende Zisterne. Von dort aus floss es dann durch weitere Bleirohre in die darunter liegenden Stockwerke. Dieses Wasser war aber der pure Luxus.

"Voll dekadent" wie wir in Mittelalterkreisen sagen würden.

 

 

Hiermit endet unser Burgbauprojekt.

Quellenangabe: Die Texte und Bilder, wurden in gekürzter Form den wundervollen Büchern der "Was ist was?" und "Sehen, Staunen, Wissen" Reihe entnommen.

Zusammengefaßt wurde dies von Alexander v. Blaudrachenstein

Zur Homepage der Gruppe Domini Francorum

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